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GESCHICHTE DES TEEGARTENS VON FAMILIE MORIMOTO IN MIYAZAKI [KYUSHU]

      

1933


Yukishige Morimoto (Shigerus Großvater) und der damals 18-jährige Ryotaro Morimoto (Shigerus Vater) verlassen ihre Heimat Kôchi-ken (Shikoku) und ziehen nach Miyazaki.

     

1935

Die ersten Teesamen werden in die Erde gebracht und der Teegarten Morimoto Seicha wird von den beiden (Vater Yukishige und Sohn Ryotaro) gegründet.

     

1941

Die damals 17-jährige Fumie und der mittlerweile 26-jährige Ryotaro heiraten. Beide stammen ursprünglich aus der Präfektur Kôchi auf der Insel Shikoku.

     

1945

Bau eines kleinen Holzhauses für die Verarbeitung von Tee - damals noch Kamairicha. Heute befindet sich in dem Haus der Aufbewahrungsbehälter für die frisch geernteten Teeblätter, wo sie gekühlt bis zum Beginn der Verarbeitung verweilen; darüber hinaus auch Haruyos Büro und ein kleiner Lagerraum.

     

 1949

Geburt von Shigeru Morimoto. Er ist der jüngste Sohn von insgesamt 4 Kindern.

     

 1971

Haruyo und Shigeru Morimoto heiraten im Alter von 22 Jahren. Die Verantwortung für den Familienbetrieb übernehmen von nun an Haruyo und Shigeru Morimoto. Shigerus Vater zieht sich aus der Teeproduktion zurück. Ryotaro ist der Meinung, dass Haruyo und Shigeru selbst Erfahrungen beim Teeanbau und der Verarbeitung sammeln sollen. Mittlerweile wird schon ausschließlich Sencha (also gedämpfter Tee) im Familienbetrieb hergestellt.

     

 1977

Ein Teegarten in der Nähe des Wohnhauses (heute Nr.7) wird auf ökologischen Anbau umgestellt. Zu dieser Zeit stehen dort Pflanzen der Strauchvariante Takachiho. Diese ist besonders robust. Shigeru wollte mit diesem Feld einmal ausprobieren, ob es auch möglich ist, ohne Pestizide und mineralische Düngung Tee zu produzieren. Der Versuch glückte. Haruyo und Shigeru sind sich uneins, wie es mit dem Betrieb weiter gehen soll. Beide finden die Idee ökologisch zu produzieren erstrebenswert. Shigeru würde am liebsten sofort den kompletten Betrieb umstellen, Haruyo zögert jedoch aus Sorge um die finanzielle Absicherung. Gemeinsam entschließen sie sich den Betrieb Stück für Stück umzustellen.

     

1987-

1988

Haruyo und Shigeru erweitern den Teegarten und kaufen zwei Parzellen in den Bergen, etwa auf 200m über dem Meeresspiegel (heute Nr.1 und 2). Da dort bisher noch keine Landwirtschaft betrieben wurde, mussten sie das Gelände erst einmal urbar machen, Humus einbringen und für die notwendige Drainage sorgen.

     

1989

Die beiden bauen eine neue Verarbeitungshalle und kaufen nach und nach Maschinen für die professionelle Tee-Verarbeitung. Fortwährend wird die Ausstattung verbessert.

     

1990

Shigerus Vater stirbt und Shigerus Bruder, der mittlerweile in Tokyo wohnt, entschließt sich, seinen Anteil am Familienbetrieb an Haruyo und Shigeru zu verkaufen (heute Nr. 3 und Nr. 6).

     

1993

Eine hi-ire-Maschine wird angeschafft um die Finalproduktion (finale Erhitzung) durchführen zu können. Zuvor wurde nur Roh-Tee produziert und an die landwirtschaftliche Genossenschaft weiter verkauft. Fumie Morimoto, Shigerus Mutter fängt an Tee (vor allem Yanagicha/ Bancha) an Privatpersonen zu verkaufen um jeweils das Studium von Tae und Yukie zu finanzieren.

     

1996

Haruyo und Shigeru lernen bei den regelmäßigen Vortragsabenden am Kagoshima Tea Institute sehr viel über die gesundheitlichen Wirkungen der Inhaltsstoffe vom Tee und entschließen sich selbst Pulvertee herzustellen. Sie sind davon überzeugt, dass das Trinken von Pulvertee die gesündeste Form des Teegenusses ist. Sie kaufen eine Keramik-Mühle.

 
    

1997

Nun sind alle Parzellen auf ökologische Landwirtschaft umgestellt.

     

1998

Der Familienbetrieb wird Mitglied bei JONA (Japan Organic and Natural Food Association).

     

   2001

Zertifizierung des Betriebs nach den staatlichen japanischen Richtlinien für ökologische Landwirtschaft. Neupflanzung Teegarten Nr.8 mit Minami Sayaka. Früher standen hier Pflanzen der Variante Takachiho. 

     

2002

Beginn des Anbaus von Teepflanzen der Varietät Benifuuki.

     

2005

 Mitgliedschaft in der IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements)

     

2008

 Beginn der Partnerschaft mit MARIMO. Gemeinsame Entwicklung einer Vielzahl neuer Teesorten. 

     

2016

Umbau des Unterstandes und Ausbau zu einem Raum für die professionelle Endverarbeitung (Sortierung, Final-Erhitzung, Kühl-Lager).